Lebensgeschichten im Grenzraum

Lebensgeschichten im Grenzraum

Projektpräsentation (von links) Susanne Weitlaner (Pavelhaus), Maria Potz (Informantin), Barbara Schrammel-Leber [Verein [spi:ĸ], Katharina Tibaut [Uni Maribor)

Projektpräsentation (von links) Susanne Weitlaner (Pavelhaus), Maria Potz (Informantin), Barbara Schrammel-Leber [Verein [spi:ĸ], Katharina Tibaut [Uni Maribor), Foto: Walter Schmidbauer

Im Rahmen von Grenz Frei hat der Verein [spi:k] das Projekt  „Lebensgeschichten im Grenzraum“ ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt soll durch die Dokumentation der Lebensgeschichten von Grenzbewohnerinnen ein Bewusstsein für die mehrsprachige Vergangenheit und Gegenwart dieser Region geschaffen werden. Der Steirisch-Slowenischen Grenzraum von Bad Radkersburg bis Soboth war ein gemischtsprachiges Gebiet, in dem auf beiden Seite der jetzigen Grenze Slowenisch und Deutsch gesprochen wurde. Mit der Grenzziehung von 1918 und 1945 zwischen Österreich und Slowenien wurden familiäre, wirtschaftliche und sprachliche Verbindungen unterbrochen. Es entstanden auf beiden Seiten der Grenze sprachliche Minderheiten, die lange Zeit auf beiden Seiten verschwiegen wurden. Erst seit den späten 1980er Jahren begann man sich mit der Geschichte des Grenzraums zu befassen. Viele Lebensgeschichten von Grenzbewohnerinnen reflektieren diese historischen Entwicklungen. Im Rahmen des Projekts werden biographische Interviews auf Deutsch und Slowenisch im Grenzraum geführt. In bereits durchgeführten Interviews standen die Lebensgeschichten der Personen im Vordergrund und es wurden hauptsächlich Personen der älteren Generation interviewt. Im Rahmen dieses Projektes wird der Fokus auch auf den Sprachgebrauch und die Spracheinstellung im Grenzraum gelegt werden und auch die jüngere Generation zu Wort kommen. Das Projekt hat das Ziel durch die Aufzeichnung dieser Lebensgeschichten einen wichtigen Teil des sprachlichen und kulturellen Erbes des Grenzraums zu sichern. Ein weiteres Hauptanliegen des Projekts ist es, in der Bevölkerung im steirisch-slowenischen Grenzraum ein Bewusstsein in Bezug auf die gemeinsame (Sprach-)Geschichte zu schaffen.

Pavelhaus

Pavelhaus

Partner des Projekts ist das Pavelhaus in Laafeld/Potrna. Im Jahr 1995 erwarb der Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark in der Gemeinde Radkersburg-Umgebung ein Bauernhaus. Dieses Kulturhaus ist Begegnungszentrum zwischen Slowenien und Österreich und Kulturhaus für die ansässige mehr- und einsprachige Bevölkerung. Kontaktdaten Dr. Barbara Schrammel-Leber Verein [spi:k] Tel.: +43 316 380 2427 E-Mail: barbara.schrammel@uni-graz.at http://spik.uni-graz.at/projekte/19/grenzfrei.html Mag. Susanne Weitlaner Obfrau Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark Pavelhaus Tel.: +43 316 771383 E-mail: pavel@mur.at www.pavelhaus.at

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k-hauser

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