Kochen mit „Oma Polz“ am Pößnitzberg

„Man hat nie ausgelernt, und man kann immer wieder dazu lernen!“, und damit hat Johanna Polz sen., in der Region auch besser bekannt als „Oma Polz“, wirklich Recht. Ich traf sie und dem Kreuzwirt-Küchenchef Helmut Tatschl Satler zu einem Gespräch über die Philosophien des Kochens, die Wichtigkeit der Produkte, Weihnachten, lebenslanges Lernen und den neuen Kochkurse am Pößnitzberg.

Oma Polz... (Foto: Ulrike Elsneg)
Oma Polz… (Foto: Ulrike Elsneg)

Der Kreuzwirt am Pössnitzberg bietet interessierten (Hobby)Köchen und Köchinnen nun die Möglichkeit, an einem ganz besonderen Kochkurs teilzunehmen. Ausgewählte Produkte aus der Region werden gemeinsam mit Oma Polz und dem Küchenchef Helmut Tatschl Satler zuerst kreativ zubereitet und dann als 4-Gang Abendmenü gemeinsam verspeist.

...und Küchenchef Helmut Tatschl Satler
…und Küchenchef Helmut Tatschl Satler (Foto: Ulrike Elsneg)

Warum der Kochkurs zusammen mit Oma Polz stattfindet?
„Na weil die Oma Polz ein „richtiges südsteirisches Leben“ führt, sie weiß wie man gut, simpel und steirisch kocht, und das wollen wir so weitergeben!“, so der Helmut Tatschl Satler.
Aber gibt es nun eigentlich etwas, das ein talentierter und renommierter Küchenchef noch von einer Oma lernen kann? Auf jeden Fall!

 

Das Verwenden von regionalen Produkten ist Oma Polz genauso wichtig wie Herrn Tatschl Satler. Deshalb beginnt der Workshop auch schon um 9 Uhr, mit einer Fahrt ins Genussregal Südsteiermark nach Vogau. Hier werden die TeilnehmerInnen über die Herkunft, Herstellung und Verarbeitung der exzellenten (süd)steirischen Produkte informiert. Neben Inspiration bekommt man hier schon einen Vorgeschmack auf das Menü, das dann gemeinsam zubereitet wird.
Ebenso wichtig wie die Produkte selbst ist auch die Zubereitung: Einfach, lustig, steirisch und vor allem schmackhaft soll es werden. „Kochen ist für manche Leute ein Stressfaktor, wir wollen ihnen zeigen, dass es auch ganz tolle Gerichte gibt, die sich in 20 Minuten zubereiten lassen“, meinen die Beiden unisono.  Oma Polz ist besonders begeistert von guten Suppen: „Die lassen sich auch sehr gut einfrieren, und eine Einlage ist schnell gemacht“.

Eine kräftige Rindssuppe mit Lungenstrudel, den man auch gut einfrieren kann! (Foto: Ulrike Elsneg)
Eine kräftige Rindssuppe mit Lungenstrudel, den man übrigens auch gut einfrieren kann! (Foto: Ulrike Elsneg)

Wie zum Beispiel für eine „Faferl-Suppn“: 80 g Mehl, etwas Salz und ein Ei (evtl. etwas Wasser) werden gut verrührt, nach ca. 30 minütigem Ziehen lässt man den Teig in einem Zug in die kochende Rind- oder klare Gemüseuppe gleiten und versprudelt ihn rasch.  Fertig ist eine einfache und gute Suppe, herrlich an kalten Wintertagen.

Mit solchen einfachen Rezepten wird den TeilnehmerInnen gezeigt, dass sich auch aus vermeintlichen „Restln“ sehr gute Gerichte zaubern lassen. „Von einem Hendl beispielsweise kann man ja alles verwerten, viele Leute wissen das gar nicht mehr!“, betont Oma Polz. Selbst bei Weihnachtskeksen gibt es Rezepte, die sich zur „Materialverwertung“ eignen, zum Beispiel Haselnussschnitten:

 

Oma Polz selbst kocht und backt gleich gern,  zu Weihnachten gibt es klassische Vanillekipferl, Linzerradl und Haferflockenbusserl. Das Weihnachtsessen variiert im Hause Polz, mal gibt es Ente, mal einen guten Braten vom Schwein, Rind oder Wild. Küchenchef Helmut Tatschl Satler ist ziemlich glücklich darüber, dass er von seiner Schwiegermutter bekocht wird. Es gibt meist Wildbraten, obwohl er auch ein großer Fan von Suppen und in seiner Heimat Kärnten typischen Selchwürstl mit Sauerkraut ist: „Denn die Gerichte sind einfach und gut, und passen hervorragend in die Zeit um Weihnachten wo ohnedies aus der Tradition heraus sehr deftig gekocht wird“.

Die Kochkurse mit Küchenchef Tatschl Satler und Oma Polz finden nächstes Jahr am 10. und 24. Februar und am 3. und 31. März 2015 statt, anmelden kann man sich direkt beim Gut Pössnitzberg (Telefon: 0043 3454 205, Mail: gut@poessnitzberg.at).

 

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