Die Weinlese beginnt

Tamara Kögl erntet bereits die Zweigelttrauben für den Traubensaft.
Tamara Kögl erntet bereits die Zweigelttrauben für den Traubensaft.
Die Trauben für den Qualitätswein haben noch ein wenig Zeit zu reifen.
Die Trauben für den Qualitätswein haben noch ein wenig Zeit zum Reifen.
In den Erntewannen befinden sich je 30 Kilo Trauben.
In den Erntewannen befinden sich je 30 Kilo Trauben.
Der Refraktometer misst den Zuckergehalt des Traubensaftes und ist damit das wichtigste Werkzeug des Weinbauern.
Der Refraktometer misst den Zuckergehalt des Traubensaftes und ist damit das wichtigste Werkzeug des Weinbauern.

Wenn es etwas kühler wird und die Blätter beginnen sich zu verfärben, ist es soweit. Der Wein ist reif und wartet darauf endlich in die Flasche zu kommen. Der Weg dorthin ist jedoch weit. Nur der Traubensaft wird sofort abgefüllt. Beim Weingut Kögl in Ratsch erntet man schon die Zweigelttrauben für den Traubensaft. Der Zweigelt für den Qualitätswein wird wohl noch drei Wochen Zeit zum Reifen haben.

Um acht Uhr früh steht Tamara Kögl schon im Weingarten und zieht die vollen Wannen mit je 30 Kilo Weintrauben die Weinstöcke entlang. “Für den Traubensaft sind die Weintrauben schon soweit. Für den Qualitätswein braucht er noch eine Weile”, erklärt Tamara Kögl während sie durch den Refraktometer schaut. Der Refraktometer misst den Zuckergehalt des Traubensaftes und ist deshalb derzeit das wichtigste Werkzeug für die Weinbauern. “Nicht nur der Zuckergehalt, sondern auch das Säureverhältnis ist wichtig”, sagt Kögl.

Reife Traube erkennen
Doch wie erkennt man eine reife Weintraube? “Die rote Färbung der Blätter bei den Rotweinsorten und auch, ob die neuen Triebe verholzen sind gute Indikatoren,” weiß Kögl. Bei reifen Weißweintrauben kann man außerdem schon außen den Kern erkennen. Öffnet man die Beere muss sich das Fruchtfleisch leicht lösen und der Kern sollte schon braun sein. Einige Sorten, Müller-Turgau und der Sämling, sind bereits reif. Diese Sorten werden meistens zum typisch steirischen Sturm verarbeitet.

Durchschnittliches Weinjahr
Mit dem aktuellen Weinjahr 2013 ist Tamara Kögl zufrieden: “Der Schnee bis ins Frühjahr war ein guter Wasserspeicher für den Austrieb. Ideal war, dass es während der Blüte trocken blieb.” Bis August sei das Wetter auch recht ausgewogen gewesen. “Im Juli und August hatten wir aber 34 Tage lang keinen Regen. Deshalb ist ein gewisses Wachstum ausgeblieben”, so Kögl. Deshalb seien die Beerenschalen dicker geworden. Bei der Weinernte müsse man das im Hinterkopf haben, da in der Schale viele Gerbstoffe enthalten sind. Zu viele Gerbstoffe im Wein würden bedeuten, dass der Wein weniger elegant wird. “Das muss man bei der Weinernte berücksichtigen”, erklärt Tamara Kögl: “Von der Menge her wird es wohl ein durchschnittliches Weinjahr werden. Wirklich genau kann man das erst sagen, wenn die Weinlese vorbei ist und der Wein im Keller ist.” Steiermarkweit wird die Ernte aber wohl geringer als im Vorjahr ausfallen, befürchtet Kögl. In manchen Regionen hätte es starke Hagelschäden gegeben.

Zur Qualität des neuen Weines könne man noch nichts sagen. “Die nächsten Wochen sind entscheidend. Hoffentlich kommt ein schöner und trockener Altweibersommer. Jetzt braucht es kühle Nächte und warme Tage um die Aromabildung beim Weißwein zu fördern”, klopft Tamara Kögl auf Holz und hofft ein gutes Wetter. Nicht nur damit viele Gäste in die Buschenschank kommen, sondern auch damit wir uns über einen erfolgreichen Weinjahrgang 2013 freuen können.

2 Gedanken zu „Die Weinlese beginnt

  • Pingback:%post_title

  • 19. Juli 2016 um 12:28
    Permalink

    man sieht sofort: die tamara kennt sich aus

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